„Reha unterstützt. Reha wirkt. Reha lohnt sich.“ – unter diesem Motto steht der Deutsche Reha-Tag 2026, der bundesweit am 26. September 2026 begangen wird. Der jährliche Aktionstag macht die zentrale Bedeutung der Rehabilitation für Menschen und Gesellschaft sichtbar und schafft Aufmerksamkeit für ihre Wirksamkeit und ihren Nutzen in gesundheitlicher, beruflicher und sozialer Hinsicht.
„Reha unterstützt“ unterstreicht die Komplexität von Rehabilitationsmaßnahmen mit denen Menschen aktiv geholfen werden kann: durch evidenzbasierte medizinische Versorgung, interdisziplinäre Therapien und individuelle Begleitung. Sie bietet Unterstützung bei der Bewältigung von gesundheitlichen Krisen und fördert Ressourcen, Selbstmanagement und Gesundheitskompetenz.
„Reha wirkt“ weist auf die nachgewiesene Effektivität der Rehabilitation hin – sie verbessert Körperfunktionen, stärkt die Erwerbsfähigkeit und mindert Pflegebedarfe, sodass Betroffene ihren Alltag weitgehend selbständig gestalten können.
„Reha lohnt sich“ macht deutlich, dass erfolgreiche Reha-Leistungen nicht nur individuelle Lebensqualität steigern, sondern auch volkswirtschaftlich sinnvoll sind: Sie tragen zur Erhaltung von Produktivität, zur Reduktion von Folgekosten und zur Entlastung sozialer Sicherungssysteme bei.
Der Deutsche Reha-Tag 2026 setzt ein klares Signal: Rehabilitation ist mehr als Behandlung nach Krankheit – sie ist ein unverzichtbarer Baustein im Gesundheitswesen, der Menschen unterstützt, nachhaltig wirkt und sich für die gesamte Gesellschaft lohnt.
Der Veranstaltungskalender auf dieser Webseite gibt einen Überblick über die diesjährigen Aktionen. Reha- und Vorsorgeeinrichtungen können im Veranstaltungskalender selbständig ihre Aktionen eintragen.
14. April 2026: Parlamentarisches Frühstück für die Reha
Leitthema der Veranstaltung war das Motto des Reha-Tags 2026: „Reha unterstützt. Reha wirkt. Reha lohnt sich.“ Bundestagsabgeordnete, Vertreter:innen des Bundesministeriums für Gesundheit sowie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und Akteure der Reha-Branche kamen zusammen, um die Bedeutung der medizinischen Rehabilitation für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung zu unterstreichen und rehapolitische Fragen zu diskutieren.
Lars Ehm, Schirmherr des Aktionstags und MdB, machte in seinem Grußwort deutlich, wie wichtig die Rehabilitation für Patient:innen als gezielte Unterstützung in komplexen gesundheitlichen Situationen ist: „Sie setzt dort an, wo akute Erkrankungen, chronische Verläufe oder einschneidende Lebensereignisse die Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben beeinträchtigen“, betonte der Abgeordnete. Durch evidenzbasierte medizinische Konzepte, multiprofessionelle Therapieansätze und eine individuell ausgerichtete Begleitung werden Patient:innen befähigt, mit gesundheitlichen Einschränkungen umzugehen und ihre eigenen Ressourcen zu nutzen.
Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund und Gründungsmitglied des Deutschen Reha-Tags, hob die wachsende Bedeutung der Rehabilitation vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, steigender chronischer Erkrankungen und zunehmender Fachkräfteengpässe hervor. Sie verwies darauf, dass Rehabilitation wesentlich zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit, zur Förderung von Teilhabe und Vermeidung von Pflegebedürftigkeit beiträgt, Selbstständigkeit und Gesundheitskompetenz stärkt sowie neue Perspektiven eröffnet. Rehabilitationsleistungen seien vor diesem Hintergrund unverzichtbar, um die Arbeitskraft zu sichern und die sozialen Sicherungssysteme zu entlasten.
Hannelore Loskill, Vorsitzende der BAG Selbsthilfe und ideelle Unterstützerin des Deutschen-Reha-Tag-Bündnisses, berichtete in ihrem Grußwort aus eigenen Rehabilitationserfahrungen. Sie betonte insbesondere die Bedeutung der beruflichen Rehabilitation, die die Rückkehr in das Erwerbsleben ermöglicht, die Leistungsfähigkeit stärkt und die berufliche Teilhabe unterstützt.
Im Anschluss diskutierten Politiker:innen und Reha-Ak- teur:innen an vier Thementischen zu: „Reha als Investition in die Gesellschaft“, „Medizinische Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen mit Fokus auf Frauen & die Behandlung komorbider Störungen“, „Früh ansetzen, langfristig wirken – Kinder- und Jugendrehabilitation und Mutter-Vater-Kind-Leistungen als Zukunftsinvestition“, „Reha vor und bei Pflege – mit Reha Pflege vermeiden oder hinauszögern“. Das Aktionsbündnis Deutscher Reha-Tag adressierte Verbesserungsbedarfe für die Reha und betonte, dass der politische Umsetzungswille dafür notwendige Voraussetzung ist.
Initiatorenkreis Deutscher Reha-Tag
Antonia Walch
Friedrichstraße 60
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E-Mail: info@rehatag.de
Telefon: +49 30 2400899-0
Telefax: +49 30 2400899-30
